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26.08.2026

Schokoeis und Supraleiter

Wie viele Neutronen passen auf ein Fußballfeld? Und wie kann ein Zug kopfüber schweben? Bei ihrem Besuch am FRM II hatten die Kinder der Nachbarschaftshilfe Garching jede Menge Fragen – und am Ende sogar eine Portion selbst gemachtes Schokoladeneis.

NBH_Neutronenleiterhalle NBH_Neutronenleiterhalle In der Neutronenleiterhalle West erfahren die Kinder der Nachbarschaftshilfe Garching, wofür Neutronen am Forschungsreaktor eingesetzt werden. © Esther Schmid, FRM II / TUM

In der Neutronenleiterhalle West erfahren die Kinder der Nachbarschaftshilfe Garching, wofür Neutronen am Forschungsreaktor eingesetzt werden. © Esther Schmid, FRM II / TUM

„Wer von euch weiß, was Neutronen sind?“, fragt Pressereferentin Anke Görg die zehn Kinder der Nachbarschaftshilfe Garching, die als Teil ihres Ferienprogramms den Forschungsreaktor besuchen. Mathilde meldet sich. „Das sind Atome“. Fast richtig, denn Neutronen befinden sich in den Atomen, genauer gesagt im Atomkern, wie die Pressevertreterin erklärt. „Wenn ihr euch das Atom so groß wie ein Fußballstadion vorstellt, dann wäre ein Neutron ungefähr so groß wie ein einzelnes Sandkorn auf dem Rasen“.

Damit beginnt die Einführung in die Welt der Neutronen und darüber, wie sie am FRM II für wissenschaftliche Experimente eingesetzt werden. Immer wieder heben sich die Hände der Kinder, die die Wissenschaftler mit ihren Fragen löchern. „Wie viele Neutronen passen auf ein Fußballfeld?“, fragt einer der Jungs. Dr. Tobias Neuwirth muss kurz überlegen. Die Antwort hänge etwas davon ab, wie man die Frage versteht. „Klar ist aber: Es wären unvorstellbar viele“.

Filzhut Filzhut Dr. Tobias Neuwirth demonstriert den Unterschied zwischen Wasser und flüssigem Stickstoff: Während der Filzhut Wasser hält, lässt er den Stickstoff durch. © Laura Richter, FRM II / TUM

Dr. Tobias Neuwirth demonstriert den Unterschied zwischen Wasser und flüssigem Stickstoff: Während der Filzhut Wasser hält, lässt er den Stickstoff durch. © Laura Richter, FRM II / TUM

Wer steuert den Reaktor?

Wie echte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ziehen sich die kleinen Besucher ihre Laborkittel über, bevor sie das Reaktorgebäude betreten. Dort stellt sich schon die nächste Frage: „Wer steuert eigentlich all die Geräte?“, will Julian wissen.

Um das herauszufinden, geht es hinunter in die Schaltwarte zu den Reaktorfahrern. „Wir überwachen hier alles rund um die Uhr, steuern den Reaktor und führen die ganze Zeit Kontrollen durch“, sagt Schichtleiter Georg Kaltenegger.

Ein schwebender Zug

Bei der nächsten Station heißt es für die Kinder, Schutzbrillen aufsetzen und hinter einer Plexiglasscheibe warten. Wissenschaftler Dr. Tobias Neuwirth hat dicke Schutzhandschuhe an. Und was er aus dem blauen Eimer in eine Schüssel kippt, dampft ordentlich. Die folgenden Experimente mit -200 °C kaltem flüssigen Stickstoff sind das Highlight der Kinder. Besonders spannend ist die Magnetschwebebahn.

NBH_Schokoladeneis NBH_Schokoladeneis Mit flüssigem Stickstoff entsteht aus Kakao, Sahne und Zucker in wenigen Minuten leckeres Schokoladeneis. © Laura Richter, FRM II / TUM

Mit flüssigem Stickstoff entsteht aus Kakao, Sahne und Zucker in wenigen Minuten leckeres Schokoladeneis. © Laura Richter, FRM II / TUM

„Wenn supraleitendes Material stark heruntergekühlt wird, schwebt es über den Magneten und ist in dieser Position mehr oder weniger verankert“, erklärt Tobias Neuwirth. Das Verrückte dabei: Das Ganze funktioniert sogar kopfüber, ohne dass der Supraleiter auf den Boden fällt. Und so schwebt der Zug plötzlich unter seinen magnetischen Gleisen.

Zum Abschluss gibt es noch eine willkommene Abkühlung. Aus Kakao, Sahne und Zucker entsteht mithilfe von Flüssigstickstoff ein leckeres Schokoladeneis. „Echt cool“, ist das Resümee der Kinder.

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Die Kinder der Nachbarschaftshilfe Garching sind zu Besuch beim Forschungsreaktor FRM II.

© Laura Richter, FRM II / TUM
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Ein kurzes Kennenlernspiel: Die Kinder schätzen ein, welche Aussagen wahr und welche falsch sind.

© Laura Richter, FRM II / TUM
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Anke Görg erklärt, wie der Regelstab die Leistung des Reaktors reguliert.

© Esther Schmid, FRM II / TUM
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Dr. Tobias Neuwirth lässt einen Ballon schrumpfen, indem er ihn in flüssigen Stickstoff taucht.

© Laura Richter, FRM II / TUM
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Durch die starke Abkühlung zieht sich die Luft im Ballon zusammen, wodurch der Ballon schrumpft.

© Laura Richter, FRM II / TUM
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Der Supraleiter schwebt über den magnetischen Schienen.

© Laura Richter, FRM II / TUM
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Die Stickstoff-Experimente machen neugierig: Wird ein Flummi kleiner, wenn er in flüssigen Stickstoff getaucht wird?

© Laura Richter, FRM II / TUM
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Dr. Tobias Neuwirth erklärt, dass ein Flummi nach dem Eintauchen in flüssigen Stickstoff zwar etwas kleiner, der Unterschied mit bloßem Auge aber nicht erkennbar ist.

© Laura Richter, FRM II / TUM
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Das dampft ganz schön: Wenn flüssiger Stickstoff mit der wärmeren Umgebung in Kontakt kommt, verdampft er sehr schnell.

© Laura Richter, FRM II / TUM
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Mithilfe von flüssigem Stickstoff wird die Sahne-Kakao-Zucker-Mischung in kürzester Zeit zu Speiseeis.

© Laura Richter, FRM II / TUM

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