Erstmalig hat ein Forschungsteam mit Neutronen den Abbau von PET Kunststoff durch bakterielle Enzyme im Nanometerbereich verfolgt. Dank der Studie könnte Recycling schneller und effizienter erfolgen.
MLZ ist eine Kooperation aus:
> Technische Universität München
> Helmholtz-Zentrum Hereon
> Forschungszentrum Jülich
MLZ ist Mitglied in:
> LENS
> ERF-AISBL
MLZ in den sozialen Medien:
MLZ
Lichtenbergstr.1
85748 Garching
Geowissenschaften, Umwelt & Kulturerbe
Das Verständnis der Umwelt-und Geowissenschaften ist entscheidend für das Lösen von Problemen, die im Zuge des globalen Wandel entstehen. Bevölkerungswachstum, zunehmende Verstädterung, die wachsende Nachfrage nach natürlichen Ressourcen, Industrialisierung, Umweltverschmutzung, Treibhausgase und der damit verbundenen Klimawandel sowie dadurch mitunter ausgelöste Naturkatastrophen fordern unsere Umwelt und unseren Lebensstandard heraus.
Die Forschung kann uns helfen, die stattfindenden Prozesse auf der Erde zu verstehen und deren Folgen und Konsequenzen sowie die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten richtig abzuschätzen. Dies kann schließlich die treibende Kraft darstellen, um politisches Handeln zum Aufbau einer einer nachhaltigen Zukunft, wie z.B. den Ausbau umweltfreundlicher Technologien, zu fördern.
Jedoch ist nicht nur die Gewinnung von fundiertem Wissen über unsere Gegenwart und Zukunft wichtig, sondern auch die Erforschung unserer Vergangenheit. Hierbei ist besonders die präzise und zerstörungsfreie Untersuchung von archäologischen Entdeckungen von großem Interesse.
In allen drei Bereichen der Geo- und Umweltwissenschaften und des kulturellen Erbes, können wir neue Erkenntnisse durch den Einsatz der verschiedenen analytischen Methoden, die uns mit Neutronen zur Verfügung stehen, gewinnen.
MLZ addressiert die Großen Herausforderungen
Erstmalig hat ein Forschungsteam mit Neutronen den Abbau von PET Kunststoff durch bakterielle Enzyme im Nanometerbereich verfolgt. Dank der Studie könnte Recycling schneller und effizienter erfolgen.
Ein südamerikanisches Forscherteam hat einen 230 Millionen Jahre alten Säugetiervorfahr zum ersten Mal hochaufgelöst mit Neutronen am FRM II untersucht. Die Paläontologen erhielten so Einblick in die Entwicklung des Gehirns und eine mögliche Antwort darauf, warum ihre Abstammungslinie das Massensterben am Ende der Trias nicht überlebt hat.
Forscher haben am FRM II mit Neutronen eine bislang unbekannte Echsenart identifiziert, die offenbar weit verbreitet war. Das etwa zehn Millionen Jahre alte Fossil zeigt, dass es damals deutlich mehr Arten gab als bisher angenommen.
Flüssige Salzschmelzen könnten künftig dazu beitragen, Energie effizienter und klimafreundlicher zu erzeugen. Am FRM II erforscht die Doktorandin Liliana Quintero Zambrano, wie sich das flüssige Salz als Kühl- und Wärmetransportmedium in neuen Reaktorkonzepten einsetzen lässt. Das Projekt wird von TÜV NORD gefördert.
Steigende Meerestemperaturen lassen Korallenriffe auf der ganzen Welt ausbleichen. Ein Forschungsteam an der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München (TUM) hat erstmals die biologischen Prozesse hinter der Korallenbleiche direkt in lebenden Korallen untersucht. Mithilfe von Neutronen gelang es ihnen, strukturelle Veränderungen während des Bleichprozesses sichtbar zu machen.
Eine Untersuchung mit Neutronen liefert Erkenntnisse über uralte Handwerkstechniken: MLZ-Forscher haben keltische Eisenwerkzeuge und Goldartefakte aus der Bronzezeit untersucht und so Hinweise zu ihrer Verarbeitung erhalten. Ihre Ergebnisse sind jetzt in einer Spezialausgabe einer renommierten Fachzeitschrift veröffentlicht worden.
Dr. Eric Mauerhofer vom Forschungszentrum Jülich und seine Kollegen von der RWTH Aachen und der Universität zu Köln haben neue Erkenntnisse über die Gamma-Emissionen von Nickel, Zirkonium, Lanthan und Praseodym veröffentlicht. Diese Elemente sind unverzichtbare Materialien für nachhaltige Energiesysteme und Hightech-Industrien. Mit Hilfe des FaNGaS-Instruments (Fast Neutron-induced Gamma-ray Spectrometry) des Jülich Centre for Neutron Science am MLZ liefert ihre Studie wertvolle Erkenntnisse über diese kritischen Rohstoffe und unterstützt ihre effektive Anwendung.
Hoher Druck beeinflusst maßgeblich die Bindung von Wasser mit Polymeren und Phasentrennungsprozesse. Neue Untersuchungen eines deutsch-amerikanischen Forscherteams am KWS-3 Instrument des MLZ zeigen die verschiedenen Arten der Bildung von Partikeln aus Polymeren sowie deren Zerfalls. Sie fanden heraus, dass mit Hilfe von Druck die Wechselwirkungen zwischen Wasser und Polymeren gesteuert werden können, was auch für den Abbauprozess von Mikroplastik von Interesse ist.
MLZ ist eine Kooperation aus:
> Technische Universität München
> Helmholtz-Zentrum Hereon
> Forschungszentrum Jülich
MLZ ist Mitglied in:
> LENS
> ERF-AISBL
MLZ in den sozialen Medien: