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11.12.2023

User Meeting trotz Eis und Schnee

Weder Schnee noch Eis konnten 208 User und MLZ-Mitarbeitende am 4. und 5. Dezember abhalten: Sie kamen zum 9. MLZ User Meeting nach München. Und die rund 40 registrierten Teilnehmer:innen, die es wegen des ausgefallenen öffentlichen Nahverkehrs oder Eisregen am Flughafen München nicht schafften, konnten per Videokonferenz dabei sein.

20231204 114524 20231204 114524 Ein halber Meter Schnee erwartete die Teilnehmenden am 4. Dezember in München. Der öffentliche Nahverkehr war fast lahm gelegt. © Andrea Voit, FRM II / TUM

Ein halber Meter Schnee erwartete die Teilnehmenden am 4. Dezember in München. Der öffentliche Nahverkehr war fast lahm gelegt. © Andrea Voit, FRM II / TUM

„Das war ein MLZ User Meeting an das sich viele noch lange Zeit erinnern werden“, sagt Organisatorin Dr. Ina Lommatzsch vom MLZ User Office. Nicht nur wegen der tollen Vorträge und Poster und ungezwungenen Atmosphäre, sondern auch wegen der besonderen Wetterbedingungen. Als sich das Wetterchaos mit einem halben Meter Schnee am Wochenende anbahnte, hatte Ina Lommatzsch am Veranstaltungsort Videokameras in einigen parallelen Sitzungen und ein Streaming der Plenarvorträge organisiert. So konnten die Vorträge remote gehalten und die Plenarvorträge per Videokonferenz übertragen werden.

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Rekordzahl an Postern und Vorträgen
Insgesamt gab es 63 Vorträge und 116 Poster, ein neuer Rekord an Beiträgen in der Geschichte der MLZ User Meetings. Nur einzelne Präsentationen fanden per Videokonferenz statt.
Besondere Highlights waren die beiden eingeladenen Vorträge. Prof. Dr. Michael Gradzielski von der TU Berlin hielt seine Präsentation über Polyelektrolyte online, nachdem sein Flug wegen Eisregens abgesagt worden war. Aus Florenz hatte es Prof. Dr. Piero Baglioni geschafft und berichtete über die Reinigung von Kunstwerken, wie etwa Kirchenfresken oder Picasso-Gemälden. Die von seinem Team entwickelten umweltfreundlichen Organogele hatte er mit Neutronenkleinwinkelstreuung am MLZ untersucht.
Der Vorsitzende des Komitee Forschung mit Neutronen, Prof. Dr. Frank Schreiber von der Universität Tübingen, nutzte seinen Vortrag, um die Vertretung der rund 1400 Neutronenforscherinnen und –forschern in Deutschland vorzustellen.

20231205 114905 20231205 114905 Prof. Dr. Martin Müller stellte den Status des MORIS Projekts zum Instrument-Upgrade vor. © Andrea Voit, FRM II / TUM

Prof. Dr. Martin Müller stellte den Status des MORIS Projekts zum Instrument-Upgrade vor. © Andrea Voit, FRM II / TUM

20 Projekte für Instrument-Upgrades
Mit Spannung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Vorträge der beiden wissenschaftlichen Direktoren des MLZ, Prof. Dr. Peter Müller-Buschbaum und Prof. Dr. Martin Müller, erwartet. Martin Müller berichtete über den aktuellen Status des Instrument-Upgrade-Projekts MORIS (MLZ organised refurbishment of the instrument suite): Es soll im November 2024 extern begutachtet werden. Insgesamt sind 20 Projekte vorgesehen.

Drei Instrumente sollen komplett erneuert werden, sieben upgegradet, acht weitere Projekte betreffen Upgrades von Techniken und zwei die Probenumgebung mit neuen Magneten. Martin Müller wies darauf hin, dass das MLZ zu den fünf großen Neutronenquellen in Europa zähle, neben dem ILL in Frankreich, ISIS in England, SINQ in der Schweiz und der noch im Bau befindlichen ESS in Schweden. „Wir wollen unsere wissenschaftlichen Instrumente konkurrenzfähig und attraktiv halten“, erklärte Müller die Motivation für das MORIS-Projekt.

Wiederanfahren ohne Kalte Quelle
Wie es um den Zentralkanal des FRM II und die kalte Quelle bestellt ist, berichtete Peter Müller-Buschbaum in seinem Vortrag. Sehr vieles sei dabei abhängig von externen Firmen, der Zeitplan sieht ein Wiederanfahren des Forschungsreaktors ab Sommer 2024 vor. Dann jedoch zunächst ohne eine neue Kalte Quelle, die frühestens 2025 geliefert werden kann.

20231205 105753 20231205 105753 Prof. Dr. Christian Pfleiderer (l.) übernimmt das Amt des wissenschaftlichen Direktors am FRM II und MLZ zum Jahreswechsel von Prof. Dr. Peter Müller-Buschbaum (r.). Prof. Dr. Martin Müller vom Helmholtz-Zentrum Hereon vertritt weiterhin die Helmholtz-Zentren in der Kooperation am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum. © Andrea Voit, FRM II / TUM

Prof. Dr. Christian Pfleiderer (l.) übernimmt das Amt des wissenschaftlichen Direktors am FRM II und MLZ zum Jahreswechsel von Prof. Dr. Peter Müller-Buschbaum (r.). Prof. Dr. Martin Müller vom Helmholtz-Zentrum Hereon vertritt weiterhin die Helmholtz-Zentren in der Kooperation am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum. © Andrea Voit, FRM II / TUM

Backlog wird auf null gesetzt
Eine wichtige Nachricht für die User war auch, dass der sogenannte Backlog, also alle noch offenen Messzeitanträge, komplett auf null gesetzt wird. „Wer weiterhin Bedarf hat, muss seinen Antrag ohne Änderung erneut einreichen. Dieser wird dann mit Priorität begutachtet“, sagte Peter Müller-Buschbaum.
Am Ende seines Vortrags verabschiedete sich der wissenschaftliche Direktor, der seit 2018 die Geschicke des FRM II und MLZ gelenkt hatte, und übergab an seinen Nachfolger Prof. Dr. Christian Pfleiderer von der Technischen Universität München.

„Golden Nuggets auf den Festplatten heben“
Zum Schluss gab es lobende Worte für die gelungene Veranstaltung, ein großes Dankeschön an Peter Müller-Buschbaum und mutmachende Worte für die krisengebeutelte MLZ-Belegschaft vom MLZ User Commitee-Vorsitzenden Prof. Dr. Tommy Nylander (Universität Lund): „Da ist Licht am Ende des Tunnels.“ Er rief alle auf, die „golden Nuggets“ auf den Festplatten zu heben und bisher nicht publizierte MLZ-Messdaten auszuwerten und zu veröffentlichen.

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