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10.07.2020

Europaweite Zusammenarbeit für die Kulturerbe-Forschung

Münzen Münzen Diese griechischen Münzen aus der Sammlung der Queen's University in Kingston wurden an der Neutronen-Radiographie-Anlage ANTARES am MLZ untersucht. © Reiner Müller

Diese griechischen Münzen aus der Sammlung der Queen's University in Kingston wurden an der Neutronen-Radiographie-Anlage ANTARES am MLZ untersucht. © Reiner Müller

Einen Blick in antike Vasen werfen oder die Schmiedetechnik von alten indischen Schwertern erforschen – das und viel mehr können Archäologen nun am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum im Rahmen des Projekts IPERION HS. Die EU fördert die 68 beteiligten Institute seit April mit insgesamt 6,2 Millionen Euro über eine Laufzeit von drei Jahren.

An der Integrated Platform for the European Research Infrastructure on Heritage Science beteiligen sich 23 Länder mit 68 Forschungseinrichtungen auf dem interdisziplinären Gebiet der Konservierungswissenschaften, Archäologie, Bau- und Materialkunde. Damit erschließt sich für zahlreiche Wissenschaftler und Restauratoren ein grenzübergreifender Zugang zu modernster stationärer naturwissenschaftlicher Analytik (FIXLAB), mobilen Untersuchungsmethoden (MOLAB), physischen Datensammlungen und Archiven (ARCHLAB) sowie zu einer sich entwickelnden Plattform digitalisierter Daten (DIGILAB).

IPERION HS ist Teil der ESFRI-Roadmap (European Strategy Forum on Research Infrastructures) und soll eine permanente Infrastruktur auf dem Gebiet der Kulturerbe-Forschung etablieren. Koordiniert werden die Projektaktivitäten in Deutschland von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Wissenschaftler können Großforschungsanlagen nutzen

Logo IPERION Logo IPERION An IPERION HS beteiligen sich 23 Länder mit 68 Forschungseinrichtungen. © IPERION HS

An IPERION HS beteiligen sich 23 Länder mit 68 Forschungseinrichtungen. © IPERION HS

IPERION HS ermöglicht Forschern die Nutzung nicht-transportabler technischer Ausstattungen großer und mittelgroßer Anlagen für ihre Untersuchungen. So kann an hochspezialisierten Geräten wie Teilchenbeschleunigern, Massenspektrometern oder Neutronenquellen wie dem MLZ geforscht werden. Zusätzlich sind auch spezielle Laboreinrichtungen wie Reinstlabore, z. B. für molekulargenetische Untersuchungen oder Ultraspurenanalytik, beteiligt.
Nutzer können zum einen Naturwissenschaftler verschiedener Fachrichtungen sein. Zum anderen kommen auch Vertreter der historischen Wissenschaften von der Archäologie bis zur Kunst- und allgemeinen Geschichte sowie Restauratoren, Denkmalpfleger und kleine und mittlere Unternehmen in Betracht, die in der Kulturerbe-Forschung tätig sind.

Förderung der Kulturerbe-Forschung am MLZ

Das Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) beteiligt sich an IPERION HS im Bereich der FIXLAB und erhält eine Fördersumme in Höhe von rund 226.000 Euro. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Koordinator, dem Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, unterstützt das MLZ die Erforschung und Bewahrung von materiellem Kulturerbe als wichtiger Partner im Konsortium von IPERION HS.

Das MLZ bietet Gastwissenschaftlern einzigartige Verfahren der Neutronenforschung zur vielfältigen Untersuchung von Kulturgütern. Die Messungen werden an für die jeweilige Anwendung optimierten Instrumenten durchgeführt, die am MLZ gleichzeitig mit Neutronen versorgt werden. Um Kulturgüter zu untersuchen, bieten sich vorwiegend die Materialanalyse und Elementanalyse sowie bildgebende Verfahren zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung an. Die zerstörungsfreie Untersuchung mithilfe von Neutronen ermöglicht es, Substanzen von Objekten und dadurch verborgene innere Strukturen zu ermitteln. Sie geben somit Hinweise auf den Ursprung oder auf die Herstellungsweise von handwerklich gefertigten Gegenständen.
Anwendungsbeispiele finden sich auf den Seiten des MLZ sowie im Flyer.

Kontakt IPERION HS

Prof. Dr. Stefan Simon
s.simon@smb.spk-berlin.de

Dr. Andreas Furche
a.furche@smb.spk-berlin.de

Rathgen-Forschungslabor
Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Schloßstraße 1a
14059 Berlin

Website
www.iperionhs.eu

Weitere Informationen zur wissenschaftlichen Nutzung der Instrumente:
Technische Universität München
Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II)
Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ)
Lichtenbergstr. 1
D- 85748 Garching
mlz@mlz-garching.de
+49 (0)89 289 14965
www.frm2.tum.de
www.mlz-garching.de

Partner von IPERION HS in Deutschland:
Heinz Maier-Leibnitz Zentrum an der Technischen Universität München,
Institut für Technische und Makromolekulare Chemie der RWTH Aachen,
Doerner Institut der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen,
Fraunhofer-Institut für Bauphysik,
Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie,
Competence Center Archaeometry Baden-Württemberg der Eberhard Karls Universität Tübingen,
Deutsches Archäologisches Institut

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