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28.08.2015

Brillante Zukunft für Neutronenforschung

Grafik

Modell der zukünftigen ESS © ESS/Team Henning Larsen Architects

Mit dem heutigen Datum erhebt die Europäische Union die im Bau befindliche Neutronenquelle European Spallation Source (ESS) im schwedischen Lund zu einem Europäischen Forschungsinfrastruktur-Konsortium (engl. European Research Infrastructure Consortium – ERIC). Die Rechtsform ERIC erleichtert den gemeinsamen Aufbau und Betrieb von Forschungsinfrastrukturen von europäischem Interesse, zum Beispiel durch eine direkte Steuerung und Finanzierung durch die beteiligten Staaten. Bisher wurde die Europäische Spallationsquelle als schwedisch-dänische Gesellschaft mit beschränkter Haftung betrieben, nun wird sie von einem ein Rat geleitet, der aus Vertretern der derzeit elf Mitgliedsstaaten besteht. Mitgliedsstaaten der European Spallation Source ERIC sind neben Deutschland natürlich Schweden und Dänemark, aber auch Frankreich, Italien, Tschechien, Estland, Ungarn, Norwegen, Polen und die Schweiz. Belgien, die Niederlande, Spanien und Großbritannien planen ebenfalls, sich daran zu beteiligen.

Die europäische Spallationsquelle ERIC gehört zu einer neuen Generation von Neutronenquellen, bei der die freien Neutronen durch Beschuss geeigneter Targets – z. B. Blei oder Wolfram – durch hochenergetische Protonen erzeugt werden. Dabei kommt es nicht zu einer sich selbst erhaltenden Kettenreaktion. Stattdessen wird sie einen Linearprotonenbeschleuniger verwenden, um brillante Neutronenstrahlen zu erzeugen, die ganz neue Forschungsmöglichkeiten eröffnen, nicht zuletzt auch für die Industrie. Deutsche Wissenschaftler haben sich seit 2010 maßgeblich an der Planung der Anlage beteiligt. In der gegenwärtigen Konstruktionsphase übernehmen sie weiterhin einen bedeutenden Anteil, so vor allem den Aufbau von allein sechs genehmigten neuen Instrumenten, die Teil des deutschen Beitrags sind. Mit dabei ist auch das MLZ mit seinen Partnern: die TUM (FRM II) wird zwei Instrumente, das FZJ drei und das HZG ein Instrument entwickeln und errichten. Das FZJ koordiniert die deutschen Beiträge.

Neben den neuen Forschungsmöglichkeiten erwarten alle Teilnehmerstaaten auch von Bau und Betrieb der Anlage selbst Impulse für die Wirtschaft in ganz Europa. Die ersten Neutronen werden für 2019 erwartet, die ersten Experimente sind für 2023 geplant.

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