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21.09.2022

8. TUM-Expertenforum: Eine Plattform für industrielle Anwendungen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 8. TUM-Expertenforums Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 8. TUM-Expertenforums Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 8. TUM-Expertenforums. © FRM II /TUM

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 8. TUM-Expertenforums. © FRM II /TUM

Am 08.09.2022 traf sich der Fachausschuss 101 Zerstörungsfreie Prüfung der VDI-Gesellschaft Materials Engineering zu einem erneuten Plattformtreffen für anwendungsorientiertes Netzwerken. In zehn Vorträgen wurde unter dem Überbegriff „Automatisierung und maschinelles Lernen in der zerstörungsfreien Materialprüfung“ referiert und diskutiert. Eine Posterausstellung und eine abschließende Podiumsdiskussion boten die Möglichkeit für regen Austausch, Vernetzung und Diskussion für die ca. 50 Teilnehmenden.

Dr. Ralph Gilles, Physiker, Industriekoordinator des Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) und Leiter der Arbeitsgruppe ‚Advanced Materials‘ am MLZ eröffnete die Veranstaltung. Das Expertenforum am 08.09.2022 war das Erste nach vier Jahren Pause: Corona bedingt war die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung 2020 ausgefallen. Umso größer war die Freude des Zusammentreffens der Expert:innen aus Forschung und Industrie. Im Mittelpunkt des Forums stand die innovative Nutzung von Robotern und der Einsatz von Maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz (KI) zur zerstörungsfreien Prüfung.

Ein Highlight bildete der Plenarvortrag von Dr. Norman Uhlmann, Leiter des Entwicklungszentrums Röntgentechnik mit dem Titel „Kognitive Sensorsysteme – Entscheidungen statt Daten“. Seine Idee: Die Qualitätssicherung der Produkte wird direkt von der Herstellungsmaschine ausgelöst. Diese verfügt über ein automatisiertes Kontrollsystem (künstliche Intelligenz), das Fehler erkennt und an das kognitive Prüfsystem meldet. So könnte man eine 100% Prüfung vermeiden und in der weiteren Entwicklung der Herstellungsmaschine Rückmeldung geben.

Uhlmann TUM Expertenforum Uhlmann TUM Expertenforum Dr. Norman Uhlmann während seines Vortrag mit dem Thema „Kognitive Sensorsysteme – Entscheidungen statt Messdaten“ © FRM II / TUM

Dr. Norman Uhlmann während seines Vortrag mit dem Thema „Kognitive Sensorsysteme – Entscheidungen statt Messdaten“ © FRM II / TUM

Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie?

Laut Dr. Norman Uhlmann ja, denn die daraus resultierende hochgradige Automatisierung und Informationsextraktion verspricht die Optimierung des Herstellungsprozesses. Doch was ist künstliche Intelligenz genau? Eine Definition lautet: Ein Programm, mit der Fähigkeit zu lernen und der Vernunft von Menschen. Einen speziellen Teil der KI bildet das maschinelle Lernen. Darunter versteht man Algorithmen, die Lernen, ohne explizit programmiert zu werden. Eine Vertiefung dessen ist das „Deep Learning“, ein Bereich des maschinellen Lernens, das künstliche Neuronale Netze beschreibt, welche durch riesige Datenmengen gespeist werden, von denen sie lernen und sich anpassen.

Poster TUM-Expertenforum 2022 Poster TUM-Expertenforum 2022 Die Veranstaltung bot viele Gelegenheiten für regen Austausch unter den Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie. © FRM II / TUM

Die Veranstaltung bot viele Gelegenheiten für regen Austausch unter den Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie. © FRM II / TUM

Wie bleibt man als Unternehmen up-to-date?

Dr. Norman Uhlmann leitete die abschließende Podiumsdiskussion mit der Frage ein: Wenn man etwas klassisch lösen könnte, sollte man es dann auch klassisch lösen? Ein großes Spektrum an Meinungen löste rege Diskussion bei den Teilnehmenden aus. Eine zentrale Frage war auch, wie man es schaffe, als Unternehmen immer up-to-date zu sein. Als Antwort wurde unter anderem ein guter Austausch zwischen Expert:innen und Firmen genannt, besonders bei mittelständigen Unternehmen. In Reinland-Pfalz habe man hierfür eine Transferinitiative geschaffen und drei Wissenstransferbotschafter:innen berufen. Aber auch das TUM-Expertenforum bietet hierfür eine exzellente Möglichkeit.

Zerstörungsfreie Prüfung am Neutronenstrahl

Die zerstörungsfreie Prüfung an der Forschungs-Neutronenquelle (FRM II) ist für die Industrie von großer Bedeutung, wie Dr. Bernd R. Müller von der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung betont: Wir freuen uns schon, wenn am FRM II wieder Neutronen fließen und wir unsere Messungen am Instrument STRESS-SPEC durchführen können“. Dieses und viele weitere Instrumente konnten die Teilnehmenden bei einer Führung durch den FRM II, im Anschluss an die Veranstaltung, besichtigen.

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