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05.10.2026
Führungen für 500 am Tag der offenen Tür
Mehr als 20 Türen öffneten sich für die Kinder bei den Führungen durch den FRM II am Maustag. So wie Tür in die Schaltwarte. © Andrea Voit, FRM II / TUM
406 Erwachsene und 80 Kinder haben am campusweiten Tag der offenen Tür und Maustag die Forschungs-Neutronenquelle besichtigt. Zudem informierten sich mehrere hundert Neugierige an den Ständen des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums und FRM II.
Die siebenjährige Maja hat heute extra ihr Marie-Curie-T-Shirt angezogen. Und sie hat sich von ihren Eltern in Sachen Röntgenstreuung auf den neuesten Stand bringen lassen. Jetzt freut sich auf die Kinderführung, die die Forschungs-Neutronenquelle seit 2017 am deutschlandweiten Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus am 3. Oktober anbietet. „Ich weiß auch schon, was die eiskalten Experimente sind“, flüstert ihr der zehnjährige Fabian ins Ohr, der nicht zum ersten Mal dabei ist.
Malen und selbst Forscherin sein
Im Galileo-Gebäude haben unterdessen drei Kinder den Mal- und Bastelstand geentert, während vier andere ihre Künste als Neutronenforschende ausprobieren und mit Bällen versuchen, „Atome“ abzuwerfen oder durch rotierende Scheiben zu treffen.
Auf ihrem Weg durch die Forschungs-Neutronenquelle haben die Kinder der Elefantengruppe, egal ob Marie Curie- oder Eisfans, viele Fragen. Beim Blick ins Reaktorbecken will Maximilian wissen, wie tief das Wasser dort ist und in der Schaltwarte herrscht großes Erstaunen darüber, dass die Reaktorfahrer an Computern sitzen und auch Weihnachten und Ostern arbeiten müssen.
Tobias Neuwirth und Tobias Bausenwein (r.) lassen bei der Kinderführung einen supraleitenden Magnetschlitten mit flüssigem Stickstoff schweben. © Laura Richter, FRM II / TUM
Lego und Radioaktivitätsmessungen
Ungebrochen ist das Interesse auch bei den Erwachsenen, die sich online vorab für die Führungen durch den FRM II registrierten. Am 3. Oktober selbst kann man sich noch auf eine Warteliste setzen lassen. Während der Wartezeit gibt es viel zu sehen. Am Stand des FRM II-Strahlenschutzes beispielsweise lernt man etwas über natürliche Radioaktivität, wie man sie etwa beim Essen von Bananen oder bei Flügen erfährt. Und ein Spielmodell der Neutronenquelle mit einem Dreiachsenspektrometer lockt große und kleine Legofans an. Am Stand der Wissenschaft des MLZ war ebenfalls einiges für die zahlreichen Neugierigen geboten: Die Forscherinnen und Forscher erklärten und zeigten an 3-D gedruckten Modellen, wie Neutronen Proteine untersuchen oder die Elementzusammensetzung einer antiken Vase entschlüsseln.
Eiskalte Überraschung
Die Geschichte von Nobby, dem Neutron, das unbedingt Forscher werden möchte, hat es dem siebenjährigen Theo bei der Kindertour angetan. „Gibt’s den Nobby wirklich?“, fragt er, als er auf die wissenschaftlichen Instrumente in der Neutronenleiterhalle blickt.
Nach den Experimenten mit flüssigem Stickstoff mit einer supraleitenden Magnetschwebebahn und eineinhalb Stunden Führung schlecken die Kinder dann endlich das heiß ersehnte Eis, das zumindest für Maja und Fabian keine Überraschung mehr ist. Was das Beste für sie war? „Das Eis“, schreien die Kinder lauthals.
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