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02.03.2014

Zehn Jahre Neutronen für Forschung, Industrie und Medizin

Am 2. März 2014 ist die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) genau zehn Jahre in Betrieb. Der FRM II lieferte von Anfang an sehr zuverlässig Neutronen für die Wissenschaft, aber auch für Industrie und Medizin.

Mit 240 Betriebstagen pro Jahr hat sich die Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität München (TUM) einen festen Platz innerhalb der international leistungsfähigsten Neutronenquellen erarbeitet. Dass die Nachfrage nach Messzeit das Angebot um das Zweifache übersteigt, belegt den hervorragenden Ruf.

Die ersten Überlegungen zu einem Ersatz für das in die Jahre gekommene „Atom-Ei“ datieren bereits aus dem Jahr 1979. Nach der Entscheidung für einen Neubau folgte ein langwieriges Genehmigungsverfahren in mehreren Stufen. Selbst die schon fertige Anlage stand etwa zwei Jahre wegen der noch fehlenden, aber für den Betrieb notwendigen dritten Teilgenehmigung still, bevor die Forschungs-Neutronenquelle schließlich am 2. März 2004 um 14:01 Uhr das erste Mal kritisch wurde. „Der FRM II war und ist die neueste, modernste und vermutlich die letzte in Deutschland gebaute Reaktoranlage und hat sich in den vergangenen zehn Jahren trotz mancher vor der Inbetriebnahme geäußerten Bedenken als sehr zuverlässig erwiesen”, sagt der Technische Direktor des FRM II, Dr. Anton Kastenmüller.

Fast 2000 Betriebstage in 34 Zyklen und inzwischen rund 1000 Gastwissenschaftler pro Jahr sind eine eindrucksvolle Bilanz. Anlage und Nutzungsmöglichkeiten werden ständig weiterentwickelt. So blickt Kastenmüller auch durchweg positiv in die Zukunft: „Die TUM verfügt mit dem FRM II seit zehn Jahren über die leistungsfähigste Neutronenquelle in Deutschland und wird diese noch viele Jahre im Dienste unserer Gesellschaft für Wissenschaft, Forschung, Industrie und Medizin betreiben.”

Das Interesse der Bevölkerung an der Neutronenquelle ist auch nach zehn Jahren ungebrochen: Immer noch informieren sich fast 3000 Besucher pro Jahr persönlich über die Anlage und ihre Nutzungsmöglichkeiten für Wissenschaft, Industrie und Medizin.

Sehr frühzeitig plante eine Gruppe Wissenschaftler die Instrumente der neuen Forschungsneutronenquelle, die zum damaligen Zeitpunkt „mindestens so gut, möglichst aber besser als irgendwo sonst auf der Welt“ sein sollten, wie es ein Teilnehmer dieser Runde ausdrückte. Aus den ursprünglich 15 Instrumenten sind im Laufe von zehn Jahren Betrieb inzwischen 27 verschiedene Messgeräte geworden, fünf weitere sind im Bau. Alle Instrumente sind gleichzeitig in Betrieb und können parallel genutzt werden. Die Zahl der beantragten Messzeittage übersteigt dennoch das verfügbare Angebot regelmäßig um mehr als das Doppelte.

Die wissenschaftliche und industrielle Nutzung deckt ein sehr breites Spektrum ab: Von Arbeiten zu Energiespeicherung und -transport über Materialforschung bis hin zu den Lebenswissenschaften und Untersuchungen von Kunstgegenständen bearbeiten die Wissenschaftler vielfältigste Themen, die teilweise auf Aufträge aus der Industrie zurückgehen. „Industrie und Wissenschaft sind längst ein Erkenntnisverbund”, davon ist Prof. Dr. Winfried Petry, Wissenschaftlicher Direktor des FRM II, überzeugt.

Seit 2011 sind die Instrumente der TUM, des Forschungszentrums Jülich und der Helmholtz-Zentren Geesthacht und Berlin unter dem Dach des Heinz Maier-Leibnitz Zentrums zusammengefasst. Damit ist auf dem Campus der TUM in Garching ein Zentrum auf internationalem Spitzenniveau für die Neutronenforschung angesiedelt.

Pressekontakt:
Christine Kortenbruck / Andrea Voit
Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz
TU München
Lichtenbergstr.1
85748 Garching
Tel: 089.289-13893
E-Mail: presse@frm2.tum.de

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