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09.05.2016

Karl-Wirtz-Preis für Tanja Huber

Tanja Huber erhält Karl-Wirtz-Preis 2016 Tanja Huber erhält Karl-Wirtz-Preis 2016 Dr. Tanja Huber im Labor des FRM II. | © C. Niiranen / FRM II, TUM

Dr. Tanja Huber im Labor des FRM II. | © C. Niiranen / FRM II, TUM

Für ihre Doktorarbeit „Thermal Conductivity of High-Density Uranium-Molybdenum Fuels for Research Reactors“ erhält Dr. Tanja Huber heute den Karl-Wirtz-Preis der Kerntechnischen Gesellschaft.

Tanja Huber studierte Physik an der Technischen Universität München. In ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich mit der Speicherung und dem Transport von ultrakalten Neutronen (UCN) in eigens entwickelten Neutronenleitern für den Aufbau einer UCN-Quelle am FRM II in Garching.
Von Ende 2011 bis Anfang 2016 promovierte Tanja Huber bei Prof. Dr. Winfried Petry in der Forschungsgruppe Hochdichte Uranbrennstoffe und Kernmodellierung der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz. Die Gruppe arbeitet gemeinsam mit vielen internationalen Partnern an der Entwicklung von hochdichten Kernbrennstoffen mit niedriger Anreicherung für Forschungsreaktoren. Am Campus Garching untersuchte Tanja Huber in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik die Wärmeleitfähigkeit von verschiedenen unbestrahlten Uran-Molybdän (U-Mo) Brennstoffen und führte unter anderem mehrmonatige Messungen an im Reaktor bestrahlten U-Mo Brennstoffen am Idaho National Laboratory und am Pacific Northwest National Laboratory, USA, durch. Ihre so gewonnenen Daten werden für Simulationen der Temperaturen und Wärmeflüsse im Brennelement während des Reaktorbetriebs benötigt, die als Teil der Qualifizierung des neuen Brennstoffs durchgeführt werden müssen.
Derzeit ist Dr. Tanja Huber wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe von Prof. Petry und koordiniert das Kernbrennstofflabor auf dem Gelände des FRM II, in dem ein großer Teil der Entwicklung des neuartigen Kernbrennstoffs mit niedrigerer Anreicherung für den FRM II stattfindet. In Zusammenarbeit mit den US amerikanischen Instituten plant sie bis Ende des Jahres weitere Messungen an abgebrannten U-Mo Kernbrennstoffen, um die aus den bisher verfügbaren Daten entwickelten theoretischen Modelle zu verifizieren.

„Ich war sehr erfreut und überrascht über die Auszeichnung“, gibt Tanja Huber zu. Sie bedauert sehr, dass sie den Preis nicht persönlich entgegennehmen kann, da sie sich auf einer lang geplanten Urlaubsreise durch Südostasien befindet. Bei der Preisverleihung in Hamburg wird die gebürtige Dachauerin deshalb durch ihren Kollegen Tobias Chemnitz vertreten.

„Es freut mich außerordentlich, dass mit der diesjährigen Verleihung des Karl-Wirtz-Preis durch die KTG die herausragende wissenschaftliche Leistung von Frau Dr. Tanja Huber gewürdigt wird. Gleichsam ist die Auszeichnung auch Nachweis für das fortgesetzt höchste Niveau am Wissensstandort Deutschland sowie für den kompetenten Nachwuchs in der Kerntechnik und angrenzender Disziplinen“, sagt die KTG-Vorsitzende Dr. Astrid Petersen.

Der Karl-Wirtz-Preis wird im Turnus von zwei Jahren „zur Förderung des wissenschaftlich-technischen Nachwuchses auf dem Gebiet der Kerntechnik oder verwandter Disziplinen“ ausgelobt. Das Preisgeld beträgt 3000 Euro. Eine Jury aus zwei Hochschulprofessoren und einem Industrievertreter entscheidet über die eingegangenen Bewerbungen. Prof. Dr. Karl Wirtz (1919-1994) war Mitglied der Arbeitsgruppe von Prof. Werner Heisenberg am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin und an der Gründung des Kernforschungszentrums Karlsruhe beteiligt.

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